Was ist Software?

Wozu dient sie und welche gibt es?

Was ist Software?

Dieser Artikel beschreibt, was Software ist. Neben der Abgrenzung zur Hardware beleuchtet er verschiedene Aspekte der Kategorisierung von Software.
Software wird hier also aus verschiedenen Blickwinkeln in Kategorien eingeteilt.  


Während Hardware der physische Teil eines Computersystems ist, handelt es sich bei der Software um immaterielle gespeicherte Informationen. Statt Software wird oft auch der Begriff (Computer-) Programm verwendet. Die Software sorgt dafür, dass ein Computersystem universell einsetzbar wird. Ohne die richtige Software ist die Hardware im Extremfall nutzlos.

In seinem Kern besteht ein Computer aus einer CPU, dem Arbeitsspeicher und einem Bus, auf dem die Informationen zwischen CPU und Speicher transportiert werden. Die CPU holt sich bei jedem Systemtakt den nächsten Befehl aus dem Arbeitsspeicher und führt ihn aus. Ein Befehl besteht aus einer Instruktion und ihren optionalen Parametern. Eine Instruktion ist eine Folge von Nullen und Einsern und wird auch Maschinensprachebefehl genannt. Maschinensprachebefehle werden von der Elektronik der CPU als Anweisung interpretiert. Da es für einen Menschen einfacher ist, diesen Befehlen Namen zu geben, wurden Assembler entwickelt. Ein Assemblerprogramm ist also die einfachste Art, Computeranweisungen darzustellen. Damit stellen Assemblerprogramme die direkte Verbindung zur Hardware und gleichzeitig auch die unterste Software-Schicht dar.

Kommen wir nun zu den verschiedenen Arten, wie man Software kategorisieren kann.

Als erstes fangen wir mit der technischen Struktur an. Hier unterscheidet man grob zwischen Systemprogramme und Anwendungsprogrammen. Systemprogramme sind jene Programme, die der Computer benötigt, um uns seine Dienste bereitzustellen. Beispiele sind etwa Betriebssysteme, wie beispielsweise Windows oder Linux am PC oder Android und iOS auf einem Handy bzw. Tablett PC. Weitere Systemprogramme sind Gerätetreiber und Systemutilities. Anwendungsprogramme hingegen sind jene Programme, die wir uns zur Lösung unserer Probleme anschaffen. Das sind beispielsweise Spiele, Office Anwendungen, Buchungssysteme usw.

Eine andere Art der Kategorisierung unterscheidet nach der allgemeinen Verwendbarkeit. Hier unterscheidet man zwischen Standardsoftware und Individualsoftware. Unter einer Standardsoftware versteht man ein Programm, dass allgemein verwendbar ist. Ein Beispiel wäre das Office Paket "LibreOffice". Dieses Programm deckt die Standardbedürfnisse vieler Nutzer ab. Individualsoftware hingegen wird für einen bestimmten Kunden nach dessen Anforderungen programmiert. Die Software ist dann meist ein Unikat oder wird für eine kleine Gruppe von Kunden erstellt. Ein Mittelding bildet konfigurierbare Software. Das deutsche Unternehmen SAP bietet beispielsweise ein betriebswirtschaftliches Standardpaket an, das aber an eigene Bedürfnisse anpassbar ist.

Eine weitere Unterscheidung ist jene nach den Kosten. Hier gibt es einerseits die Möglichkeit, Software zu kaufen oder zu mieten. Auf der anderen Seite gibt es auch viele Softwareprodukte, die ganz oder teilweise gratis verwendet werden können.

Open Source ist dabei die radikalste Variante. Hier bekommt man das Programm nicht nur gratis zur Verfügung gestellt, sondern hat auch Zugriff auf den Quellcode und kann das Programm sogar selbst anpassen und auch weiterentwickeln.

Ein Programm ist Freeware, wenn man es ohne Einschränkungen gratis und im vollen Funktionsumfang benutzt darf.

Ein Shareware-Programm darf man gratis kopieren und ausprobieren. Wenn man plant, es regelmäßig zu benutzen, dann muss man sich registrieren und den (meist recht kleinen) Nutzungsbetrag bezahlen. Oft bekommt man da einer Registriernummer und durch Eingabe dieser, werden weitere Funktionen freigeschaltet.

Eine weitere Variante basiert darauf, dass man ein Programm gratis zur Verfügung gestellt bekommt. Die Finanzierung erfolgt durch Einblendung von Werbung oder bei Spielen durch die Möglichkeit, sich im Spiel Vorteile zu erkaufen. Im Spielbereich nennt man diese Möglichkeit "free-to-play".

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